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Solange ich denken mag, spielt die Musik in meinem Leben eine wesentliche Rolle – mit 10 bekam ich (endlich) meine erste Gitarre, danach 3 Jahre klassischen Unterricht. An meinen ersten öffentlichen Auftritt mit E-Gitarre/Gesang im Frühjahr 1967 kann ich mich gut erinnern; es folgten unzählige mit "The Bees", "Ulan Pan" und "Xenial Prodigy", bis (lange vor der "Irish Folk"-Welle) die E-Gitarre durch eine akustische ersetzt wurde – in den Acoustic-Trios "Guiflu" und "Happiness Stan". Schon damals war der mehrstimmige Gesang prägend für unseren Sound; neben (wenigen) eigenen Songs interpretierten wir hauptsächlich Covers von Jethro Tull, den Beatles, Fleetwood Mac und anderen.


1975 dann die Zäsur: nach dem frühen Tod meines engen Freundes und Leadsängers Volker E. orientierte ich mich hin zur Basler Folk-Szene und fand eine neue Heimat dort mit der Urbesetzung von "Jetsam", die sich in den folgenden Jahren stetig fortentwickelte und auch ihre Abbildung in den frühen Platten-Aufnahmen fand. “Jetsam" (zu deutsch "Strandgut") konnte bis heute mannigfaltige "Ent-Wicklungen" und "Wahr-Nehmungen" durchleben; 2016 werden es 40 Jahre sein – momentan als “Update" JETSAM.5 – die Mitglieder der heutigen Gruppe sind zwischen 25 und 63 Jahren alt, was eine gewisse "Zeitlosigkeit" der Musik – mittlerweile mit absolutem Fokus auf dem Harmonie-Gesang – darstellen mag. Einen vorläufigen Höhepunkt durften wir mit der Zusammenarbeit mit Phil Callery (Sänger des legendären Irischen Vokal-Trios "Voice Squad") erleben, welche mit unserer Acapella-CD und gemeinsamen Konzerten 2011 "verewigt" wurde.

Seit jeher schreibe ich eigene Songs; anfänglich (weil ich mir das Texten nicht zutraute) zu Gedichten von William Blake, John Donne und Pete Brown; seit 2006 auch mit eigenen Texten – geht doch! Zu Beginn der "akustischen" Phase versuchte ich, das Klangspektrum der Gitarre zu erweitern, indem ich tiefe E-Seite auf D herunter stimmte; sehr bald (ab ca. 1982) stellte ich die Stimmung komplett auf "offen" um (D-A-D-G-A-D), noch später dann auf eine zweite "offene" (D-G-D-G-G-D), mit denen ich (fast) alle unsere Stücke spiele. Der Vorteil der "offenen Stimmung" ist ein Klangbild mit stets leer schwingenden Saiten; Nachteil, dass alle Akkorde neu "erfunden" werden müssen und einige Akkorde/ Griffe extrem schwierig werden und dadurch "weg fallen". Bis heute haben für mich und unseren Sound die Vorteile überwogen – im Ernstfall kommen noch weitere, exotische Stimmungen zum Einsatz.

1971-Guiflu
1978 – Jetsam/Moni+Walti
2011-10 - Jetsam.5 mit Phil Callery (Irl) - Burghof Lörrach

Und nun viel Spaß beim Stöbern – willkommen auf den Seiten…


Walti Huber, Frühjahr 2015